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Neuer Blog

7. Januar 2011

Liebe Leser,

nachdem ich diesen Blog als kleine Testwiese verwendet habe, habe ich heute den offiziellen Blog eröffnet. Sie finden ab sofort Meldungen von mir im Blog Distance Management von Fassnacht Consulting & Training.

Ich freue mich darauf, Sie im neuen Blog wiederzusehen.

Virtuelle Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

Praxis der virtuellen Teamarbeit - WebQuest

10. September 2010

In dieser  Woche ging der zweite WebQuest im Rahmen des Lehrgangs “Praxis der virtuellen Teamarbeit” zu Ende. Diesen Lehrgang führt die FCT Akademie in Kooperation mit der tele-akademie der Hochschule Furtwangen durch.

Im WebQuest mussten die Teilnehmenden als - natürlich virtuelles - Beratungsteam ein fiktives internationales virtuelles Team bei der Organisation der Kommunikation und dem Einsatz geeigneter Kommunikations- und Kollaborationstechnologien beraten. Am Ende des WebQuests stand eine Online-Präsentation, die die Teilnehmenden im virtuellen Klassenzimmer “Centra” vortrugen.

Ergebnis: Nach zwei Monaten Lehrgang zur virtuellen Teamarbeit waren die Teilnehmenden richtig fit in der Zusammenarbeit aus der Ferne. Sie haben ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert und eine tolle Präsentation durchgeführt. Ich gratuliere.

Nun können sie durchatmen. Der letzte Monat des Lehrgangs beschäftigt sich mit der Organisation der virtuellen Teamarbeit in Unternehmen und mit funktionsübergreifenden Teams - eine sehr spannende Geschichte. Der Lehrgang endet Anfang Oktober.

Wenn Sie das Thema genauer interessiert finden Sie hier Details zum Lehrgang “Praxis der virtuellen Teamarbeit“.

Herzliche Grüße

Konrad Fassnacht

So entstehen Konflikte in virtuellen Teams – ein Beispiel aus dem richtigen Leben

18. August 2010

In virtuellen Teams ist das Risiko für Konflikte höher als in ortsgebundenen Teams. Der Grund hierfür ist ganz einfach: viele virtuelle Teammitglieder und auch Teamleiter handeln auf der Basis von Vermutungen, weil in virtuellen Team vieles im Dunkeln liegt. Hier ein aktuelles Beispiel aus einem virtuellen Team, das ich derzeit betreue.

Gestern hinterließ ein Mitglied des virtuellen Teams leicht angesäuerte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Teamleiters, warum ein Dokument nicht wie abgesprochen am Vortag auf dem Server abgelegt worden war. Die Nachricht klang recht vorwurfsvoll, was nun wiederrum den Teamleiter verärgerte. Warum? Beide hatten einen anderen Wissenstand und handelten gemäß dieser unterschiedlichen Wissensstände. Bringen wir Licht in das Dunkle.

An dem Tag, an dem der Teamleiter das Dokument auf den Server hochladen sollte, war er unterwegs und hatte einen technischen GAU. Sowohl Laptop als auch Handy versagten. Der Versuch, die Teammitglieder per Münztelefon zu erreichen, schlug fehl. Da die mit der Datei verbundene Arbeit nicht dringend war, entschloss sich der Teamleiter, keine Klimmzüge zu machen und die Datei erst am Folgetag im Büro hochzuladen. Sein Fehler: Er hat nicht damit gerechnet, dass ein Teammitglied auf die abgesprochene Datei bereits wartete und seinen Zeitplan danach ausgerichtet hatte. Umgekehrt hat das Teammitglied im Ärger über die Verschiebung des persönlichen Zeitplans dem Teamleiter implizit Nachlässigkeit vorgeworfen, und das, obwohl der Teamleiter normalerweise sehr zuverlässig ist. Ihr Fehler: Sie hat nicht damit gerechnet, dass es zu einer Konstellation kommt, in der es für den Teamleiter schwierig ist, zu kommunizieren.

Diese Situation konnte rasch geklärt werden und hat für beide zu Lernerfolgen geführt. Der Teamleiter wird in Zukunft stärker Anstrengungen unternehmen, zumindest ein Teammitglied zu erreichen, um Zwischenfälle zu kommunizieren. Das Teammitglied wird nicht mehr vorschnell urteilen, wenn ein gewohnter und stabiler Ablauf plötzlich nicht funktioniert.

Leider geht dies nicht immer so reibungslos. Nicht selten entstehen aus derartigen Situationen Konflikte oder werden nicht gelöste Konflikte aufgerissen.

Fazit: Gehen in virtuellen Teams Dinge schief, die normalerweise klappen, sollte man zunächst von ungeplanten Zwischenfällen ausgehen. Es kann alles Mögliche passiert sein, worüber man – noch – nicht Bescheid weiß. Jede Spekulation führt auf das virtuelle Glatteis. Entsprechend müssen jedoch von den Betroffenen verstärkte Kommunikationsaktivitäten unternommen werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesen eine erfolgreiche virtuelle Teamarbeit.

Konrad Fassnacht

Seminare, Blended Learning-Kurse und Online-Lehrgänge zur Verbesserung der virtuellen Teamarbeit finden Sie bei der FCT Akademie.

Bericht von Spiegel-Online über neue Arbeitszeitmodelle

15. August 2010

“Wir sind auf dem Weg in die Wissensgesellschaft” oder gar “Wir sind in der Wissensgesellschaft angekommen” hört man immer häufiger. Doch was bedeutet das überhaupt? Über die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen auf uns, auf unsere Gesellschaft und auf unsere Art zu Leben wird wenig eingegangen.

Um etwas Licht in diese Entwicklung zu bekommen, lohnt sich ein Bick zurück in der Geschichte. Was hat der Übergang von der Agrargesellschaft in die Industriegesellschaft bedeutet? Es waren gesellschaftliche Verwerfungen von riesigem Ausmaß mit positiven wie negativen Konsequenzen.

Der Übergang von der Industriegesellschaft in die Wissens- und Informationsgesellschaft, an dessen Anfang wir stehen, wird in Verbindung mit anderen gesellschaftlichen Effekten ähnlich Verwerfungen mit sich bringen - nur viel schneller. Daher halte ich es für wichtig, sich sehr viele Gedanken zu machen, wie man diesen Übergang gestalten kann.

Eine Firma, die sich derartige Gedanken gemacht hat, ist Netflix in den USA. Dort wurde erkannt, dass unsere Arbeitswelt durch die Möglichkeiten, die uns die neuen Technologien bringen, immer mehr aufweicht. Viele Führungskräfte und Mitarbeiter arbeiten auch am Wochende und am Abend, was in Detuschland inzwischen nicht viel anders ist. Dennoch müssen die ca. 40 Stunden im Büro”abgerissen” werden. Die Frage, die sich hier stellt: Macht die Anwesenheitsheit am Arbeitsplatz in der Wissens- und Informationsgesellschaft als Maß für die Leistung noch Sinn? Oder sollte man dieses Maß als Relikt aus der Industriezeit, als die Menschen noch am Fließband standen, abschaffen?

Netflix ist den Weg eines innovativen Arbeitszeitmodells gegangen. Die Mitarbeiter können sich ihre Zeit bis hin zum Urlaub frei einteilen und frei organisieren. Die Leistung muss stimmen - that’s it.

Ich bin sicher, dass dieses Modell als logische Konsequzen der Wissens- und Informationsgesellschaft Schule machen wird - mit all’ seinen Vorteilen und Nachteilen. Sicher ist, dass die Menschen zu einem gewissen Grad auf diese Art der Arbeit und den Umgang mit den Freiräumen vorbereitet werden müssen. Sonst besteht die Gefahr der Selbstausbeutung, die vergleichbar Züge zur Ausbeutung am Beginn des Industriezeitalters aufweisen könnte. Oder bildhaft gesprochen: Die Menschen müssen lernen, das jedes Gerät einen Ausschaltknopf hat.

Wen dieses Thema interessiert, den möchte ich auf den entsprechenden Artikel auf Spiegel-Online verweisen (sehr lesenswert):

Neue Arbeitszeitmodelle - Urlaub ohne Ende

Gerne können Sie in diesem Blog Ihre Gedanken zu diesem Thema äußern. Ich freue mich darauf.

Herzliche Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

Herzlich Willkommen im Blog von Konrad Fassnacht

14. August 2010

Liebe Leser,

herzlich Wilkommen in meinem Blog zum Thema “Distance Collaboration”. Hier veröffentliche ich nützliche Informationen, Tipps und Tricks, Trends und einiges mehr rund um das Thema “Zusammenarbeit auf der Ferne”.

Schwerpunkte werden das Führen aus der Ferne, die Organisation der Zusammenarbeit auf Distanz, interkulturelle und internationale Themen, virtuelle Teamarbeit und virtuelles Projektmanagement sowie der Einsatz von Technologien sein.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen der Artikel und hoffe, dass Sie immer etwas Nützliches für Ihre Arbeit finden werden.

Herzliche Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht